100-Tage-Bilanz

Wortlicht

Einhundert Tage ohne dich und trotzdem einhundert Tage mit dir, weil du fehlst. Du fehlst zum Ostereieraufdotzen, zum Fingertango, zum Ärgern, zum Rumflippen, zum Ringe probieren, zur mitternächtlichen Lagebesprechung.

Einhundert Tage, in denen du trotzdem bei mir bist; in meinen Tränen, meinem Trubel, meiner Stille. Einhundert Tage, in denen du durch meine Gedanken tanzt und durch meine Träume. Einhundert Tage, in denen du plötzlich auftauchst; im Sternenfunkeln, in einem Duft, in einer Melodie, einem Halbsatz, im Flügelschlag einer Amsel und immer in der Stille.

Einhundert Tage und noch immer keine Routine im Ringen um Alltag, um Lächeln und den Anschein von Normalität. Einhundert Tage, an deren Abgrund immer deine Leere auf mich wartet, die mich umschließt und mich in den Schlaf summt. Deine Abwesenheit zieht Grenzen um mich, die nur meine Besten zu durchdringen vermögen und durch die die Sonne nur manchmal bis in mein Zentrum scheint. Einhunderttausendmal die Sehnsucht nach Stille mit dir.

2 Kommentare

  1. Krimimimi

    Ich umarm Dich still und biete Dir an, meine Ostereier mit Dir zu teilen.

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    1. Silke (Beitrag Autor)

      Danke, Mimi. Und das Angebot ist angenommen.

      Antworten

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