Ein perfekter Tag in Auckland

Ich war ja zugegebener Maßen skeptisch: Auckland sei heruntergekommen, schmuddelig und bestenfalls eine Durchgangstation bei der Anreise, hatte man mir vorher gesagt. Kennengelernt habe ich aber ein ganz anderes Auckland: sehr sauber und ordentlich, ohne dabei zu aufgeräumt zu sein, ein bisschen verrückt, weltoffen und mit dem tollen Flair einer Metropole am Wasser. Die „Stadt der Segel“ hat mein Herz im Sturm erobert. Nach nur 36 aufregenden Stunden fühlte sie sich schon so vertraut an, dass ich mich erst auf den nächsten Tag und dann auf das Wiedersehen freute.
Und so sieht er aus, mein perfekter Tag in Auckland, zur Nachahmung empfohlen, aber natürlich ohne Gewähr:

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Townhall am Aotea Square

Der perfekte Tag in Auckland startet am Aotea-Square mit einem leckeren Cookie, den es ein kleines Stück die Queen Street runter in einem winzigen Laden auf der rechten Seite gibt. Sehr guten Kaffee gibt es direkt am Platz, z.B in dem Café im Civic Center. Damit setzt man sich auf die Stufen oder auf eine der vielen Bänke und lässt das erwachende Auckland vorbeiziehen. Ab zehn Uhr trifft sich auf den Stufen Richtung Queen Street eine Tai Chi Gruppe. Ahnungslose Anfänger sind willkommen und bekommen eine kleine Einweisung von einem persönlichen Lehrer.

Gestärkt (und entspannt) geht es dann los mit der Stadteroberung. Gleich gegenüber der Town Hall (deren Eingangsbereich sehenswert ist) führt eine kleine Straße an der Bücherei (freies WLAN) vorbei den Berg hinauf zur Auckland Art Gallery, durch deren zwei schicke Gebäude man ab 10 Uhr kostenlos schlendern kann. Dabei verdienen besonders die Gemälde der neuseeländischen Künstler einen Blick.

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Häuser an der Queen Street

Vorerst genug Kultur? Dann geht’s zurück zur Queen Street, von wo aus man sich durch die Seitenstraßen und durch die vielen kleinen und großen Läden treiben lassen kann. Im City Center stehen schöne alte und schicke neue Häuser nebeneinander und es gibt viel zu entdecken (z.B. den alten Bahnhof an der Beach Road). Dazu findet man an jeder Ecke tolle und abwechslungsreiche Straßemusik. Selten habe ich eine so musikalische Stadt erlebt wie Auckland. Unterwegs sollte man nach dem ‚Auckland A-Z‘-Heft Ausschau halten, in dem es neben Infos zur Stadt auch Coupons gibt, die das Touri-Leben in Auckland etwas günstiger machen.

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Aucklands Skyline vom Wasser aus

Gegen Mittag geht’s dann Richtung Hafen (spätestens in der i-sight gibt es „Auckland A-Z“), um die Bucht per Boot zu erkunden und noch mehr maritimes Flair zu genießen. Die Fähre nach Waiheke fährt einmal die Stunde und braucht 40 Minuten bis zur Insel. Mit Coupon wird’s 10% günstiger. Bei der Überfahrt hat man eine tolle Aussicht auf die Skyline der Stadt.

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Oneroa, Waiheke Island

Am Hafen von Oneroa auf Waiheke angekommen, kann man direkt in einen der bereitstehenden Bus nach Onetangi steigen und die kleine Inselrundfahrt mit den tollen Aussichten auf Buchten, Wiesen mit Alpakas, die kleinen Orte und die vorbeiziehenden Weinberge genießen.

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Strandidylle in Onetangi

Am Strand von Onetangi gibt es natürlich eine Stärkung in einem der Cafés und die Gelegenheit, die Füße ins Meer zu halten, Sandburgen zu bauen, Muscheln zu sammeln und dem Meeresrauschen zu lauschen. Eincremen nicht vergessen! Vor der Rückfahrt lohnt auch der Besuch in einem der vielen Weingüter der Insel; Weinverkostung natürlich inklusive.

Wenn man noch ein bisschen in Auckland bummeln möchte, sollte man die Fähre gegen 16 Uhr zurück nehmen, da viele Geschäfte bereits um 18 Uhr schließen.

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Haere ra Waiheke.

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Im Albert Park

Spätestens nach Ladenschluss ist es Zeit, den Albert Park mit seinen schönen alten Bäumen, der Blütenpracht, dem Pavillon und den Statuen noch ein bisschen zu genießen. Hier ist auch ein beliebter Treffpunkt und Zwischenstopp der Kiwis, sodass es immer etwas zu sehen gibt. Man hat außerdem tolle Ausblicke auf die Stadt.

Die Aussicht auf die Stadt lässt sich jedoch noch verbessern, also sollte man ca. eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang am Skytower sein (Coupon einlösen!), um dort bei einem Kaffee, Sandwich oder Bier dabei zuzusehen, wie sich die letzten Sonnenstrahlen im Wasser brechen, der Himmel immer dunkler wird und in der Stadt die Lichter angehen.

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Auckland von oben

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Harbour Bridge Auckland

Wieder am Boden angekommen, sollte man noch einmal runter zum Hafen, um die Skyline bei Nacht zu bewundern. Das geht besonders gut von der Princess Wharft aus.

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Auckland bei Nacht

Wenn man sich von diesem Anblick losreißen kann und noch Lust auf Party, Pub und Gesellschaft hat, begibt man sich einfach Richtung Britomat, in dessen Umkreis man garantiert eine passende Bar oder Kneipe findet. Und falls das mit dem In-Auckland-Verlieben doch nicht geklappt haben sollte, kann man sich die Stadt dort notfalls noch schöntrinken, sodass man auf jeden Fall mit einer neuen Liebe ins Bett fällt. So oder so.

0 Kommentare

  1. Sonja

    Du hast *genießbaren* Kaffee gefunden? Ehrlich? Nicht nur, weil du hier Werbung für diese Stadt machst? Ich bin übrigens auf deinen Bericht über Wellington gespannt, wenn du hier schon so ins „Lieben“ geraten bist. ^^ Liebe Grüße nach down next to under! :)

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    1. sinahar

      Ja, ich finde hier überraschender Weise viel genießbaren Kaffee – allerdings tatsächlich nicht beim Standardfrühstück. Der ist 100%ig bäh. Da ich gerne Milch in den Kaffee trinke, macht der Flat White mich aber sehr glücklich.

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      1. sinahar

        Ich möchte aus gegebenem Anlass hinzufügen: Orangensaftersatz – igitt!
        Liebe Grüße zurück :*

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  2. Lisa Hoppe

    »Und falls das mit dem In-Auckland-Verlieben doch nicht geklappt haben sollte, kann man sich die Stadt dort notfalls noch schöntrinken, sodass man auf jeden Fall mit einer neuen Liebe ins Bett fällt. So oder so.« – Der Satz ist klasse. 😀

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    1. sinahar

      Danke, Lisa. Wie nett, dass du bis zum Ende gelesen hast. Oder hast du hinten angefangen?

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