Geisteswissenschaften: Und was wird man damit? Kommunikatorin, zum Beispiel

Julia Spoerk at work

In der Interview-Reihe „Und was wird man damit?“ erzählen GeisteswissenschaftlerInnen, die im Beruf stehen, aus ihrem Arbeitsalltag und was ihnen das Studium tatsächlich gebracht hat.

Sarah Spörk (39) hat Soziologie mit Schwerpunkt Kulturwissenschaften studiert und arbeitet in der Kommunikationsabteilung des österreichischen Energieversorgers Energie Graz. Um ihre praktischen Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag zusätzlich mit Theorie zu untermauern, studiert sie seit zwei Jahren berufsbegleitend „International Marketing und Salesmanagement“. Zum sportlichen Ausgleich klettert sie Felswände hoch und surft Tiefschneepisten runter. 

Sarah, wie bist du zu deinem aktuellen Job gekommen?
Während meines Studiums arbeitete ich bereits im Kulturbereich, beispielsweise für ein Filmfestival, im Bereich Marketing. Mein letzter Job, in dem ich rund acht Jahre verbrachte, umfasste die PR-Agenden, mit Schwerpunkt Veranstaltungsmanagement inklusive Marketing und Presse, im Universalmuseum Joanneum, dem zweitgrößten Museumskomplex in Österreich. Vor nunmehr 1,5 Jahren entschied ich mich für einen Branchenwechsel und bin nun für einen Energieversorger, die Energie Graz, im Bereich PR tätig.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
Mein Bereich umfasst alle Presseagenden und damit die externe Kommunikation, die interne Kommunikation, teils Marketing, den gesamten Bereich Sponsoring und Veranstaltungsmanagement. Somit ist mein Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich und das macht es für mich auch sehr spannend. Ich stehe täglich vor neuen Herausforderungen und kann mich weiterentwickeln, aber auch mein erlerntes Wissen der letzten Jahre anwenden.

Was sind die unalltäglichen Highlights deines Jobs?
Unalltäglich sind unvorhergesehene Ereignisse, die beispielsweise bei Veranstaltungen vorkommen. Diese Tage sind immer ganz besonders aufregend.

Was hast du im Studium gelernt, was dir heute noch hilft?
Die Soziologie ist eine Gesellschaftswissenschaft, die mir in meinem Berufs-, aber auch im Privatleben, sehr oft dabei geholfen hat, Situationen und Gegebenheiten aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und eine ganzheitliche Sicht der Dinge zu gewinnen. Neben theoretischem Input habe ich im Studium auch Selbstorganisation, Zielstrebigkeit und Lösungsorientierung gelernt.

Welche Fähigkeiten und Kenntnisse findest du für deine Arbeit besonders wichtig?
Informationsbeschaffung, Strukturierung derselben, Markt- und Meinungsforschung, vernetztes Denken.

Wenn du zurückblickst auf die Anfänge deines Berufslebens, welchen Tipp würdest du dir selbst geben?
Rückblickend würde ich einem Soziologieabsolventen raten, schon während des Studiums Berufserfahrung in dem Bereich zu sammeln, in welchem er später Fuß fassen möchte.

Herzlichen Dank für deine Antworten und diesen Einblick in deinen Arbeitsalltag, Sarah.

Und was wurde aus anderen Geistis?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

%d Bloggern gefällt das: