Neu durchstarten. #projekt2016

Neujahr 2016

Bisher habe ich sehr selten Neujahresvorsätze gefasst, und wenn, habe ich sie nicht ernst genug genommen, als dass ich mich nach einer Woche noch daran erinnert hätte. Sie standen bei mir unter Generalverdacht des Scheiterns. Puh, wie pessimistisch. Offenbar hatte ich bisher auch kein Bedürfnis nach guten Vorsätzen (oder nach noch mehr Veränderung?). Diesmal ist das aus irgendwelchen Gründen anders: Ich möchte mir für 2016 etwas vornehmen, mein Leben damit bereichern und verändern.

Steffi Leo schreibt in ihrem Blog Lesen//Leben//Lachen zu ihrem #projekt2016:

Jeden Tag im Jahr schreibst du deine Zukunft, egal ob es nun Mitte März oder Ende September ist.

Genau: Ich kann mein Leben jeden Tag umkrempeln, auch am 1. Januar. Ich nutze den Anfang des neuen Jahres also, um meinen Alltag ein bisschen zurechtzurücken. Die meisten meiner Vorsätze sind Dinge, die sowieso schon Teil meines Lebens sind, die ich aber bewusster und regelmäßiger einbauen möchte. Und damit das auch was wird und ich mich demnächst noch daran erinnere, erzähle ich euch davon.

Neues Jahr, tabula rasa. Ab jetzt wird alles bewusster und ich werde ein besserer Mensch. Haha – ich meine: chakka! Mit diesen zehn Zutaten gelingt’s:

Einen Silke-Abend pro Woche genießen

Ich bin viel unterwegs, habe viel vor, engagiere mich, treffe regelmäßg Leute, die ich sehr mag. Das ist alles großartig und ich mache das freiwillig und sehr bewusst! Manchmal habe ich trotzdem das Gefühl, dass es mir zu viel zu werden droht, ich nicht zu mir komme und dann sehne ich mich nach Stille und Einsamkeit. So einen stillen Abend pro Woche habe ich mir jetzt ganz bewusst als Termin für das ganze Jahr in meinen Kalender eingetragen. Die können notfalls flexibel verschoben werden, aber nur innerhalb der jeweiligen Woche. Einfach Löschen gildet nicht. Dieser garantierte Abend gibt mir Raum zum Atmen und hilft mir, die anderen Aktivitäten noch mehr zu genießen. An dem Abend dürfen dann natürlich nicht die Steuern gemacht werden, sondern ich will Herzensprojekte voranbringen, schreiben, Fotobücher erstellen, um den See spazieren oder lesen.

Morgens Schwedisch lernen

Zum Frühstück eine kleine Schwedisch-Lektion und ein paar Vokabeln war lange gute Tradition bei mir. Die hat sich in den letzten Monaten klammheimlich weggeschlichen. Mit meinem frischen Sprachkalender und meinen Vokabelkarten starte ich jetzt wieder neu durch.

Abends Sketchnotes zeichnen

Malen, zeichnen, skizzieren zu üben macht mir großen Spaß und entspannt mich ungemein. Ich finde meine Ergebnisse viel besser, als ich das vorher gedacht hätte. Es ist schön zu sehen, dass ich alles lernen kann, was mir Spaß macht, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist und dass man malen nicht einfach können muss, sondern üben darf. Dafür habe ich dann auch mal meinen angestaubten Instagram-Account reaktiviert.

Glücksglas führen

Die Idee dazu wurde mir erst gestern in meine Timeline gespült und ich finde sie super: Ein Glas oder eine Kiste, in der man das Jahr über schöne Erlebnisse sammelt. Sympathisch daran ist mir, dass ich (anders als bei einem Glückstagebuch) hierbei nicht die Leerstellen sehe, an denen ich verpennt habe, etwas aufzuschreiben. Einträge heute: Überraschungsschnee auf den Dächern und Kohlmeisen-Alarm an meiner Futterstelle.

100 erste Male erleben

Dieses Abenteuer Alltag, bei dem ich neue Dinge ausprobieren wollte, habe ich ja schon einmal erlebt, allerdings ohne darüber konsequent Buch zu führen. Jetzt hängt ein Zettel an meiner Wohnzimmertür. Erster Eintrag: das Göttinger Silvesterfeuerwerk in der eigenen Wohnung genossen zu haben.

10 neue Vögel entdecken

Die Vogel-Basics habe ich drauf, aber es hüpft immer mal ein Vogel vorbei, den ich überhaupt nicht einordnen kann und da ich ihn nicht benennen kann, verschwindet er wieder aus meinem Leben. Ich sehe anscheinend nur, was ich kenne. Durch einen morgendlichen Vogelspaziergang mit einem echten Ornithologen bin ich sicher, dass es außer Amseln, Staren, Blau- und Kohlmeisen hier noch mehr Vogelarten gibt und die möchte ich Schritt für Schritt entdecken.

Schneckenpost nutzen

Menschen meines Lebens ordentlich schriftlich zum Geburtstag gratulieren, Grüße aus Göttingen verschicken oder einfach nur mal so. Wenn ich das 15x im kommenden Jahr schaffe, bin ich eine Heldin. Dabei nicht irre originell sein wollen, sondern auch mal kurz und bündig sein dürfen. Einen Vorrat an Postkarten und Briefmarken haben, statt für jeden eine individuelle Karte kaufen wollen und dann am Ende gar keine schicken. Entperfektionieren.

Anerkennung geben

Ich lese so viele Beiträge und Blogartikel, die mich berühren, die mir Spaß und Lust aufs Leben machen. Die möchte ich in Zukunft wieder öfter erwähnen. Wenn es mir gefallen hat, gefällt es anderen bestimmt auch. Außerdem wissen die Autorinnen eben nicht, dass es mir gefällt, wenn ich es sie nicht wissen lasse, und freuen sich über Feedback, Werbung und mehr Klicks. Und wenn sie sich doch nicht freuen sollten (ähem?), tut es mir nicht weh.

Mehr schlafen

Trotz allem. Das Schlaftagebuch wird schon tapfer geführt. Wenn ich das mit dem disziplinierteren Schlafen mal eine Weile durchgezogen habe, komme ich vielleicht zu der Erkenntnis, dass ich doch nicht mehr als fünf Stunden Schlaf benötige, aber dann weiß ich es wenigstens sicher.

Glücklich sein

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4 Kommentare

  1. Steffi

    Wunderbar <3
    Wir werden das Jahr rocken!!
    #projekt2016 rules 😉

    Antworten
    1. Silke (Beitrag Autor)

      Sehr guter Plan :) Danke für den Schubs in die richtige Richtung <3

      Antworten
  2. Liisa

    Jetzt musste ich beim Lesen Deiner Liste von Vorhaben, doch breit lächeln, die ist nämlich meiner Liste sehr ähnlich. Deckungsgleich sind die Punkte:

    2 – auf den Sprachkalender bin ich irgendwann im Dezember aufmerksam geworden und hab ihn erstmal auf meinen Wunschzettel gesetzt, und als ich ihn ein paar Tage später für mich bestellen wollte, war er leider schon vergriffen. Sehr schade! Ansonsten setze ich mein Vorhaben Schwedisch besser lernen nun im zweiten Jahr fort.

    3 nicht unbedingt abends, aber doch mehr als bisher

    4 sowas in der Art wollte ich auch machen. Als ich überlegt habe, wie umsetzen, hab ich zufällig den „Schöne Tage Box“-Erinnerungskalender entdeckt und mir einen zu Weihnachten schenken lassen. Da trage ich jetzt die schönen Momente eines Tages ein

    5 nicht unbedingt 100, aber vielleicht 52, also in jeder Woche irgendein erstes Mal; mach ich jetzt das zweite Jahr in Folge

    7 genau, wieder mehr Karten und Briefe handgeschrieben verschicken. Ich sammle meinen Vorrat an Karten und Papier noch zusammen, bin aber wild entschlossen.

    9 ich will abends wieder früher ins Bett, als ich es im Moment gehe. das hatte ich im vergangenen Jahr schon mal besser im Griff

    Verblüffend diese Parallelität, oder? :-)

    Ich wünsch Dir jedenfalls gutes Gelingen für Deine Vorhaben 2016!

    Liebe Grüße

    charmingLiisa

    Antworten
    1. Silke (Beitrag Autor)

      Liebe Liisa,
      ja, das ist wirklich verblüffend! Das bedeutet bestimmt, dass unsere Vorsätze sehr klug sind und sich einfach umsetzen lassen 😉
      Vielen Dank, dass du das mit mir geteilt hast! Es ist schön zu wissen, dass ich Mitstreiter habe (besonders bei 2 und 3). Vielleicht könnten wir uns das Jahr über mal gegenseitig auf die Finger schauen und motivieren, falls wir schwächeln?
      Vorsatz 1 habe ich heute Abend erfolgreich umgesetzt (schööön), 9 folgt jetzt 😉
      Schlaf du auch gut (und hoffentlich schon).

      Antworten

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