Typisch Kiwi: Zehn gute Gründe, die Neuseeländer zu lieben

Der Countdown für meine Rückreise wäre inzwischen angezählt – wenn das nicht viel zu traurig wäre. Meine Zeit hier ist verflogen und die Neuseeländer mit ihrer Kultur sind mir in den letzten Wochen sehr ans Herz gewachsen. Sie sind zwar nicht der einzige Grund, warum ich unbedingt wiederkommen muss, aber ohne Kiwis wäre es hier wohl noch nicht mal halb so toll. Deshalb sind das nur einige der Gründe dafür, warum man Neuseeländer lieben muss:

– Freundlich, hilfsbereit, offen, entspannt – so habe ich die Kiwis erlebt. Als mein erstes Mietauto mitten in der Pampa abgeschleppt werden musste, hat eine Dame erst alle nötigen Telefonate erledigt und dann ewig auf mich gewartet, um mich in den 50 km entfernten Ort „mitzunehmen“, in dem die von mir gebuchte Bootstour losging, damit ich diese ja nicht verpasse. Bis ich zu ihr ins Auto stieg, hatten noch zwei weitere Personen glaubwürdig und vehement Transportservice angeboten. Unglaublich.

– Zwar sind die bösen F-Wörter aus dem öffentlichen Leben verbannt, doch sind die Kiwis keineswegs verklemmt oder prüde. So gibt es neben wunderbar absurd zweideutigen Witzen auch sehr eindeutige Radio-Werbespots für Erwachsenenspielzeug.

– Für alles, was sich da so auf der Straße tummeln könnte, haben die Kiwis ein eigenes wunderbares Straßenschild kreiert: Kühe, Schafe, Pinguine, Pferde mit Reiter, Pferde ohne Reiter, Ponys, Enten, Keas, Wekas, Kinder, Kinder mit Schulbus, LKW, Steine, Lokomotiven, ein Mann. So ist Frau auf alle Eventualitäten vorbereitet.

– Kiwis haben Humor und sehen alles mit einem Augenzwinkern. Auch Verbote. So hängt z.B. im Te Papa Museum in Wellington ein Schild auf dem steht: „Don’t feed the exhibits, they’re very well fed!“

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– Lammburger und Flat White (Kaffeekreation) mit Schokominzschnitte (Kuchenvariation). Wer sich so etwas ausdenkt, schleicht sich über meinen Gaumen direkt in mein Herz.

– Ressourcenschonung und Recycling sind hier nicht nur hohle Parolen. Eine große Coffeeshopkette bietet den Kaffeesatz, der bei ihnen so anfällt, als Dünger zum Mitnehmen an.

– Bei aller Freundlichkeit, Lockerheit und Herzlichkeit haben die Neuseeländer einen geradezu heiligen Zorn auf die eingeschleppten Possums, Wiesel und Wildkatzen, die die einheimischen Vogelarten bedrohen. Frei nach dem Motto: Wear a possum, save a kiwi.

– Die Kiwis gehen entspannt mit ihrer Geschichte um. Sie sind sich sowohl ihrer europäischen wie auch ihrer Maori-Wurzeln bewusst, pflegen und schätzen beide und gestalten daraus ihre ganz eigene Identität.

– Rugby. Die Liebe der Neuseeländer zu ihren All Blacks ist so groß, dass sie einfach ansteckend ist. Und das macht Spaß.

– Die Neuseeländer sprechen eine der tollsten Sprachen der Welt und zwar auf eine Art und Weise, die mir das Herz aufgehen lässt. „No worries mate. Tis a piece a cake.“ „Yea? Good on ya.“ – Ach, ich könnte den ganzen Tag verzückt lauschen. Und um ehrlich zu sein, tue ich das auch.

– Bis 2023 soll Neuseeland rauchfrei sein. Mit Erhöhung der Tabaksteuer und rauchfrei-Programmen arbeiten sie auch schon fleißig daran. Ich bin zuversichtlich: Wenn das ein Land schafft, dann Neuseeland.

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